Was ist die IT-Berufshaftpflichtversicherung?

BerufshaftpflichtversicherungEine IT-Haftpflichtversicherung bietet einen Schutz vor den branchenspezifischen Risiken, die für IT-Unternehmen und -Dienstleister bestehen. Je nach Versicherungsträger kann die Leistung ausschließlich auf die Berufshaftpflicht beschränkt sein. Abgedeckt sind dabei die vom Versicherungsnehmer direkt verursachten Vermögensschäden beim Kunden. Manche Versicherungsunternehmen bieten zudem einen Rund-um-Schutz durch eine Kombination aus  Berufshaftpflicht-, Betriebshaftpflicht- und Cyberversicherung.

 

Leistung einer IT-Haftpflichtversicherung

Heute sind IT-Projekte für Unternehmen von größter Bedeutung. Jedoch ist die eigentliche digitale Arbeit an den Systemen komplex. Insofern passiert es schnell, dass es zu Fehlern kommt. Als IT-Dienstleister ist man folglich generell einem großen Risiko ausgesetzt, mit hohen sowie existenzbedrohenden Schadenersatzansprüchen konfrontiert zu werden.

In der IT Berufshaftpflichtversicherung sollten folglich durch kundenfreundliche Versicherungsbedingungen diverse Risiken abgesichert sein. Hierzu gehören:

Gewinn- und Umsatzausfall des Auftraggebers aufgrund von Fehlern (Programmierung, Datenfehler etc.)
Verzugsschäden
Schäden aufgrund von infizierten Daten
Versehentliche Löschung oder Beschädigung von Daten des Auftraggebers
Fehlerhafte IT-Beratung und daraus entstehende Mehrkosten
Regress im Fall von gehackter Software, die für den Kunden entwickelt wurde

Moderne Versicherungstarife kompetenter Anbieter bieten ihren Kunden umfassenden Versicherungsschutz mit Versicherungsverträgen, in denen Personen- und Sachschäden ebenfalls abgedeckt sind wie die Vermögensschäden. So sind ggf. auch Schäden versichert, die durch das Verschulden des IT-Dienstleisters an Menschen oder Sachen entstehen. Eingeschlossen sind in diesem Zusammenhang dann auch die Folgekosten, wenn der Geschädigte aufgrund der entstandenen Verletzung längere Zeit ausfällt und einen Verdienstausfall erleidet. In einem solchen Fall ist es üblich, den IT-Freelancer in die Haftung zu nehmen.

Ebenso gibt es Versicherungsunternehmen, welche IT-Berufshaftpflichtversicherungen anbieten, in denen etwaige Eigenschäden inkludiert sind. Als Beispiel kann ein IT-Dienstleister dienen, bei dem ein wichtiger Mitarbeiter in einer Schlüsselposition für längere Zeit ausfällt und folglich die Gefahr besteht, dass ein Projekt nicht rechtzeitig an den Auftraggeber überstellt werden kann. Oder es gehen wichtige Dokumente durch den Fehler eines Angestellten verloren.

Für manchen IT-Dienstleister kann es von Vorteil sein, in die IT-Haftpflichtversicherung optional auch eine Sach-Inhalts- bzw. Elektronikversicherung einschließen zu können. Dann ist der IT-Dienstleister auch geschützt, sollte ihm Technik aus dem Betrieb gestohlen werden oder zum Beispiel ein Wasserschaden das Arbeiten in seinem Büro unmöglich machen.

Gegen Eigenschäden durch Virenbefall und Hackerangriff kann bei einigen Anbietern zudem eine Cyberversicherung als Zusatzbaustein Versicherungsschutz bieten. Je nach Vertrag lassen sich diese Leistungen einschließen. Insofern gilt es vor Vertragsabschluss die Bedingungen genau zu prüfen oder, bei bestehenden Policen, die Leistungen, wenn möglich nachträglich einschließen zu lassen.

In welchen Berufen ist eine IT-Berufshaftpflichtversicherung wichtig?

Hardware-Wartung und Handel
Hosting Provider
IT-Trainings
Software-Entwicklung
Netzwerkplanung
IT-Consulting

Im Rahmen der Digitalisierung ist es daher wichtig, dass sich Auftraggeber sowie Auftragnehmer sicher sein können, dass Risiken in diesem Bereich abgesichert sind. Gerade für Selbstständige und mittelständische Unternehmen ist dies ein wesentlicher Faktor.

Aber nicht jede gegen den IT-Dienstleister erhobene Schadenersatzforderung ist auch gerechtfertigt. Der Versicherungsträger prüft die gegen den Versicherten geltend gemachten Ansprüchen dem Grunde und der Höhe nach und übernimmt im Rahmen „des passiven Rechtsschutzes“ der Versicherung für den Versicherungsnehmer auch die Kosten der Abwehr nicht gerechtfertigter Forderungen.

Auf jeden Fall lohnt es sich, sich umfassend zu informieren. Wichtig ist, dass der Versicherungsnehmer die Versicherungsbedingungen noch vor dem Vertragsabschluss genau prüft, um nicht erst im Schadensfall durch unerwartete Klauseln überrascht zu werden, die den Versicherungsschutz zu seinem Nachteil einschränken.

Die Realität in diesem Bezug ist allerdings leider, dass sich nicht viele Versicherungsvertreter und Makler mit der Thematik wirklich auskennen. Da ist es für den IT-Experten als Laien im Versicherungsbereich keine leichte Aufgabe, sich selbst schlau zu machen.

Zum Glück sind aber im Internet genügend Informationen von fachkompetenten Spezialisten zu finden und so wendet man sich bei Bedarf am besten gleich an einen Anbieter, der sich auf die IT-Berufshaftpflichtversicherung spezialisiert hat.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
Fotos: Pixabay / CCO Public Domain / Tumisu

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